Die Namensvielfalt des Ginkgo

Der Ginkgo hat im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl von Namen erhalten. Der Name leitet sich ursprünglich vom chinesischen Yin Xing, wörtlich „Silberaprikose“, her, ein Hinweis auf die silbrig schimmernden Samenanlagen, erstmals bezeugt im Jahr 1578. Im Laufe der Zeit gelangte der Name von China nach Japan und verwandelte sich dort zu Ginkyo. Gin bedeutet dabei „Silber“ und Kyo „Frucht“. Heute lautet der chinesische Name Bai Guo?, im Japanischen wird der Baum Icho genannt, wörtlich Entenfußbaum, weil die Blätter den Füßen einer Ente ähneln; der Same wird als Ginnan bezeichnet.
Alle Namen zeugen davon, wie der Baum stets die Phantasie seiner Betrachter anzuregen vermochte. Internationale Bezeichnung für Ginkgo biloba:

  • Deutschland: Beseeltes Ei, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Fächerblattbaum, Frauenhaarbaum, Goethebaum, Goldfruchtbaum, Großvater-Enkel-Baum (der Großvater pflanzt den Baum, der Enkel kann dann die „Früchte“ ernten), Japanbaum, Japanischer Nussbaum, Mädchenhaarbaum, Silberaprikose, Tausend Taler, Tempelbaum, Weiße Frucht
  • Finnland: Neidonhiuspuu, Temppelipuu
  • Frankreich: Arbre à noix, Arbre aux quarante ecus, Arbre des Pagodes, Noyer du Japon
  • Großbritannien: Fossil tree, Kew tree, Maidenhair tree, Temple tree
  • Island: Musteristré
  • Japan: Icho, Ginnan (Same)
  • Korea: Eunhaeng
  • Niederlande: Japanse notenboom, Tempelboom, Waaierboom
  • Polen: Milorzab Japonski
  • Portugal: Nogueira-do-Japao
  • Schweden: Tempelträd
  • Singapur: Pakgor Su
  • Spanien: Arbol de los 40 escudos, Arbol sagrado
  • Tschechien: Jinan dvoulalocny