Baum des Jahres

 Die Flatter-Ulme ist Baum des Jahres 2019

 Die Flatter-Ulme

(Ulmus laevis)

Wer die buschigen Blüten der Flatter-Ulme einmal im Wind hat tanzen sehen, weiß woher die Art ihren Namen hat. 2019 rückt die Baum des Jahres Stiftung damit eine Ulmenart ins Licht der Öffentlichkeit, die bisher wenig bekannt ist. Umso spannender ist ihr vielseitiges Potential – insbesondere im urbanen Bereich..

Die Flatter-Ulme, die die letzte Eiszeit vermutlich im Balkan überdauert hat, ist schon vor 10.000 Jahren nach Mittel- und Osteuropa zurückgekehrt. Ihr heutiges Hauptverbreitungsgebiet ist das kontinentalere Osteuropa.
Bei uns in Deutschland ist sie lediglich in den östlichen Bundesländern gut verbreitet – besonders stark in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Im übrigen Deutschland ist sie deutlich seltener und längst nicht überall, am ehesten noch in den größeren Flußtälern anzutreffen – in der Rhein-Main-Ebene, im Oberrheingraben und entlang der Donau.
Ihre westliche Verbreitungsgrenze durchzieht – noch deutlich vor der Küstenline der Nordsee und des Atlantiks – Westdeutschland, Belgien und Frankreich. In Skandinavien, Groß-britannien und im mediterranen Südeuropa kommt die Flatter-Ulme – außer in Albanien – von Natur aus nicht vor.

Quelle: Baum-des-Jahres.de

Die Ess-Kastanie ist Baum des Jahres 2018                                             

Die Ess-Kastanie

(Castanea sativa)

 Die Ess-Kastanie – offiziell auch Edel-Kastanie genannt – bekam ihren deutschen Namen erst im 15. Jahrhundert. Er wurde damals vom lateinischen Baumnamen ‚castanea‘ entlehnt, den die Römer wiederum von den Griechen (‚kastana‘) übernommen hatten. Entstanden ist ihr Name aber sicherlich noch deutlich früher im antiken Kleinasien, vermutlich im damaligen Armenien, wo sie ‚kask‘ genannt wurde. Andere, heute noch vornehmlich in Süddeutschland und im Alpenraum gebräuchliche Namen wie Käste

oder Keschde existierten bereits im frühen Mittelalter. Diese gehen ebenfalls auf den lateinischen Namen zurück, direkt übernommen von den römischen Besatzern, die dort – südlich des Limes – über mehrere Jahrhunderte hinweg die Kastanienkultur etabliert hatten.

Mit dieser etymologischen Herleitung ist im Grunde auch schon der zeitliche Verlauf ihrer Kulturgeschichte grob skizziert. Die Ess-Kastanie hat nach neueren genetischen Analysen während  der letzten Eiszeit in mindestens drei von einander isolierten Regionen „überwintert“, und zwar auf der Iberischen und Italischen Halbinsel, im südöstlichen Balkan und nordwestlichen Anatolien sowie im Gebiet südlich des Kaukasus. Dort, im nordöstlichen Teil Anatoliens, begann vermutlich die Kulturgeschichte der Ess-Kastanie. Später waren es dann die Griechen, die die Kultivierung und Veredelung der Ess-Kastanie weiterentwickelten und ihre Erfahrungen dann auch in ihren Kolonien im gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. So kam das Knowhow auch ins aufstrebende Römische Reich und mit den Römern letztlich dann nach Mittel- und Westeuropa.

Obwohl außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets, hat die Ess-Kastanie in Südwestdeutschland ausreichend warme Standorte gefunden, auf denen sie sich voll entfalten und wohl auch längerfristig behaupten kann. Auch im übrigen Deutschland und noch weiter nördlich, in Dänemark und Südschweden, ist die Ess-Kastanie anzutreffen. Doch befindet sie sich dort eindeutig außerhalb ihres klimatischen Optimums. Sie kann zwar auch in diesen Regionen zu eindrucksvollen Bäumen heranwachsen, allerdings reifen ihre Früchte hier nur in Jahren, in denen das sommerlich warme Wetter bis in den Herbst hinein anhält. Die Ess-Kastanie wird in diesen Gebieten meist als Garten-, Park- oder Alleebaum, gelegentlich auch als Forstbaum gepflanzt. Vereinzelt wurden auch, wie bei Werningerode im Harz, Fruchtplantagen angelegt.

(Text: Dr. Rudolf Fenner, Vertreter von ROBIN WOOD  im Kuratorium Baum des Jahres)

Quelle: Baum-des-Jahres.de

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017

Die Gewöhnliche Fichte

(Picea abies)

Sie wird auch Gemeine oder Europäische Fichte genannt. Regional, vor allem in Süddeutschland und in den Alpenländern, trägt sie auch den botanisch nicht ganz korrekten Namen Rottanne. Sie ist die einzige in Deutschland natürlich vorkommende Fichtenart. Im folgenden Text wird sie daher der Einfachheit halber schlicht Fichte genannt.

Höchst kontrovers und emotional kann es zugehen, wenn von der Fichte die Rede ist. Für die einen trägt sie den unantastbaren Glorienschein des „Brotbaums der deutschen Forstwirtschaft“. Dagegen gehalten wird unter anderem auch mit Sätzen wie: „Willst du den Wald bestimmt vernichten, pflanze nichts als reine Fichten!“. Es geht dabei selbstverständlich nicht um die Fichte an sich. Die ist unschuldig. Aber an ihr entzündet sich immer wieder die Frage, wie naturnah könnten unsere Wälder sein, ohne ihre Wirtschaftlichkeit zu verlieren. Dieser im Grunde schon seit über hundert Jahren ausgetragene Disput wird allerdings zunehmend überlagert von der Frage, wo und vor allem wie lange es angesichts der zunehmenden Klimaveränderung überhaupt noch einen Platz in Deutschland für die Fichte geben wird.

(Text: Dr. Rudolf Fenner, Vertreter von ROBIN WOOD  im Kuratorium Baum des Jahres)

Quelle: Baum des Jahres

Die Winterlinde ist Baum des Jahres 2016

Beliebte Königin der LiebeBaum

Winterlinde - Baum des Jahres 2016

Wer kennt und wer liebt sie nicht, die Linden? Am bekanntesten sind sicherlich die beiden Schwestern: die starkwüchsige Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) und die etwas zierlichere Winter-Linde. Die Sommer-Linde war bereits 1991 einer der ersten Bäume des Jahres.

Die Linde ist das Symbol der Liebe, der Güte, der Gastfreundschaft und Bescheidenheit. Diese Symbolik soll auf die Erzählung von Philemon und Baucis zurückgehen, dem alten Ehepaar, das sich nichts mehr erwünschte als gemeinsam zu sterben, damit keiner von ihnen den Tod des anderen erleben müsse. Zeus erfüllte ihnen diesen Wunsch; als der Tod zu ihnen kam, verwandelte er die beiden in Bäume: 
Philemon in eine Eiche und Baucis in eine Linde.

Quelle: Baum des Jahres

GINKGO BILOBA – BAUM DES JAHRTAUSENDS

DER GINKGO IST DER BAUM DER ZUKUNFT

Ginkgo Biloba Baum

Wie man in diesen Tagen der Fachpresse entnehmen konnte, beschäftigten sich Gärtner und Baumschulen anlässlich der 19. Veitshöchheimer Gartenbautage intensiv mit dem Klimawechsel und dessen Folgen. „Der Klimawandel sprengt alle Statistiken. Er vollzieht sich in Deutschland drastischer, als vorliegende regionale Modellsimulationen es erwarten ließen.“ So die Worte des Diplom Meterologen Wilfried Küchler vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden. „Vor uns liegt wahrscheinlich die wärmste Klimaepisode der Menschheitsgeschichte.“ Auf Grund dieser Voraussichten sind sich die Fachleute einig das der Ginkgo das Gehölz der Zukunft ist. Der älteste Baum der Welt hat bereits die Atombombe von Hiroshima überlebt. Er werde wohl auch dem Klimawandel trotzen.

Quelle: Ginkgo Biloba – Baum des Jahrtausends

Gerne beraten wir von Kunkel Garten- und Landschaftsbau Sie welche Bäume am besten in Ihren Garten passen!